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Packet Radio - ein ebenso innovativer
wie effizienter Lösungsansatz
Für einen kostengünstigen rund-um-die-Uhr Internetzugang
mit Standortvernetzung können wir oder unsere Wettbewerber
selbstverständlich nicht zu allen Kunden eine eigene Standleitung legen.
Abgesehen vom Aufwand wäre es für ein attraktives
und konkurrenzfähiges Angebot wirtschaftlich unsinnig,
diese Leitungen von unserem Hauptkonkurrenten
- der Deutschen Telekom - zu mieten.
Der Schlüssel liegt in dem typischen Anwenderverhalten,
wonach die gewünschte Information in wenigen Sekunden
von einem irgendwo auf der Welt stehenden Server
auf den eigenen Rechner geladen,
dann aber dort möglicherweise mehrere Minuten dargestellt bleibt,
während die Seite gelesen, geistig verarbeitet, oder ausgedruckt wird.
Nur das Laden belastet die Internet-Infrastruktur,
nicht das anschließende geistige Verarbeiten
der bereits auf dem Bildschirm angekommenen Seite.
Dies gilt gleichermaßen für eine Community von Saugern,
wie auch für eine Community von Anbietern.
Und genauso gilt dies auch für eine Community aus beiden.
Während dieser langen menschlichen Verarbeitungszeit
wartet eine Standleitung im Leerlauf
und könnte derweil z.B. von Nachbarn mitbenutzt werden.
Ist aber wie üblich jeder Teilnehmer mit einer eigenen Leitung
sternförmig an die Vermittlungsstelle angebunden -
ganz egal ob Kupfer-, Glasfaser-, Laser- oder Richtfunkverbindung -
ist keine ökonomische Mehrfachnutzung möglich.
Die acht entscheidenden Ideen
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Die Vermittlungstechnik muß
möglichst nahe zum Kunden,
damit dahinter liegende Leitungen oder sonstige Übertragungswege
von mehreren Teilnehmern gemeinsam genutzt werden können.
Vorzugsweise beginnt unmittelbar beim Kunden
bereits ein von mehreren Teilnehmern gemeinsam genutzter Datenbus.
Solange der Netzbetreiber z.B. durch Verplombung der Box
die Hoheit über den Kundenanschluß
und damit auch des dahinter liegenden gemeinsam genutzten Datenbus behält,
beeinträchtigt dies die Datensicherheit nicht.
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Wir verzichten auf Kupferleitungen zu den Kunden
und ersetzen diese durch ein Medium,
welches wir nicht von einem unserer Wettbewerber zukaufen müssen
und welches keine laufenden Monatsgebühren verursacht -
wir benutzen also Funkverbindungen.
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Im Gegensatz zum Wettbewerb setzen wir nicht Richtfunkstrecken
zu den einzelnen Kunden (»Point-to-Point«) ein,
sondern errichten eine über das Stadtgebiet verteilte
intelligente Zellstruktur aus hunderten von Zellen,
zwischen denen ein Datenpäckchen
solange autark von Funkzelle zu Funkzelle weiterhüpft,
bis es sein Ziel erreicht hat (»Packet Radio«).
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Mit dem Einsatz von Packet Radio
haben wir die theoretisch höchstmögliche Effizienz
an Mehrfachnutzung erreicht:
wir haben so unseren gemeinsam genutzten Datenbus
gebührenfrei in die Luft verlegt
und die dahinter stehende Vermittlungstechnik
komplett in die kundenseitigen Anschaltboxen.
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Die bestechende Eleganz des Packet-Radio-Konzepts:
die kontinuierliche Verdichtung unseres Netzes wird von den Kunden getragen.
Verpflichtungen zu Mietzahlungen fallen für uns nicht an,
da die Kunden uns die Standorte ja kostenfrei zur Verfügung stellen.
Je mehr Kunden sich vernetzen, umso engmaschiger, leistungsfähiger,
flexibler, schneller, ausfallsicherer und wertvoller wird unsere Zellstruktur.
Trotzdem behalten wir - wie gesetzlich vorgeschrieben -
Kontrolle und Hoheit über unser Netz.
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Zu Beginn des Betriebes müssen wir lediglich
eine überschaubare Anzahl grober Maschen auf eigene Kosten
installieren.
Es genügt fürs erste, jeden neuen Kunden im Stadtgebiet
zumindest unverzüglich anschließen können -
unabhängig von Aufwand oder Performance.
Der Traffic wird anfangs gering sein -
da sollten schon ein oder zwei durchgängige Linien im Netz genügen.
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Packet Radio ist zuverlässig
und weitestgehendselbstheilend - es kennt keinen Single Point of Failure.
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Die zu Packet Radio passende optimale Tarifierungsmethode
wäre das Erfassen der übertragenen Datenmenge -
denn nur diese belastet die Infrastruktur.
Zeit spielt keine Rolle,
denn die Betrachtung und inhaltliche Erfassung der Seite
durch den Anwender soll und kann bei Packet Radio kostenfrei sein.
Unsere Vorteile gegenüber der Richtfunk-Konkurrenz
Mit Packet Radio können wir gegenüber Wettbewerbern,
die Punkt-zu-Punkt oder Punkt-zu-Multipunkt-Verfahren einsetzen,
eine eindrucksvolle Reihe entscheidender Vorteile ausspielen:
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Außer im unmittelbaren Nahbereich
benötigen wir zwar ebenfalls Sichtverbindung,
aber nicht bis zu einem möglicherweise viele Kilometer
entfernten zentralen Sendeturm,
sondern lediglich bis zum nächsten Nachbarn.
Sollte der nächstliegende Nachbar abgeschattet sein,
dann nehmen wir eben einen anderen.
Beträgt die Entfernung nur ein paar hundert Meter,
dann entfällt die Forderung nach Sichtverbindung sogar ganz.
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Es gibt keine Zentralpunkte hoher Konzentration.
Deshalb können wir tausende von Kunden anschließen,
ohne dass Frequenzen knapp werden.
In unserer Zellstruktur sind die verfügbaren Frequenzen
sogar wiederverwendbar,
und zwar bereits hinter der übernächsten Zelle.
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Die zu überbrückenden Entfernungen
betragen bei uns kaum mehr als 1-2 km
In einer Stadt wie München, bei der wir innerhalb eines Straßenzugs
meist eine recht einheitliche Gebäudehöhe vorfinden,
besteht zwischen zwei Mastspitzen in 25-30 m Höhe über Grund
zwischen beliebigen Dächern zweier Häuser
in den allermeisten Fällen bereits eine ausreichende Sichtverbindung.
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Mittlerweile sind
Antennenstandplätze auf Hochhäusern knapp geworden,
wofür vom Wettbewerb nicht unerhebliche monatliche Mietzahlungen
einkalkuliert werden müssen.
Doch für die Telekommunikationsanschlüsse seiner Mieter
kann ein Hausbesitzer keine Mietaufschläge durchsetzen.
Oder haben Sie schon einmal gehört,
dass ein Vermieter für die Nutzung von Telefonleitungen
der Telekom Zuschläge berechnet?
Der Gesetzgeber jedenfalls betrachtet Teilnehmeranschlussleitungen
über Kabel oder über Funk (»WLL«)
als gleichberechtigt.
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Da sich der netzinterne Verkehr
zwischen zwei Teilnehmern oft nur lokal abspielt
wird auch unsere Netzstruktur nur lokal belastet.
Deshalb berechnen wir lediglich den Traffic ins öffentliche Internet,
nicht jedoch rein interner Datenverkehr z.B. zwischen zwei Kundenstandorten.
Ganz anders als bei einer VPN-Vernetzung über das Internet,
bei der der Traffic zweimal gezählt und daher doppelt berechnet wird -
nämlich abgehend am einen und ankommend am anderen Standort.
Last not least: der Community-Effekt
Durch die Zellstruktur entsteht eine Solidargemeinschaft
von Netzbetreibern nach dem Motto:
»Wir sind das Netz«.
Dieser von uns gewollte und nach Kräften geförderte Community-Effekt
macht es selbst aggressiven Wettbewerbern außerordentlich schwer,
in diesen eingeschworenen Clan von Netzbetreibern einzudringen.
Uns bereits angeschlossene Kunden wieder abzuwerben ist -
unter der Voraussetzung dass unser Angebot konkurrenzfähig bleibt -
nahezu unmöglich,
da potenzielle Überläufer als Verräter und Netzsaboteure
vor den restlichen Teilnehmern ihr Gesicht verlieren würden.
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Bestellnummer: ../doc21.shtml
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Letzte
Änderung am 27.12.00 um 12:03 Uhr MET |
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