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Die IKEA-Idee: Die Kunden - nicht wir - knüpfen das Netz

Anders als der Wettbewerb setzen wir nicht auf Richtfunk zu den einzelnen Kunden (»Point-to-Point«), sondern knüpfen eine über das Stadtgebiet verteilte intelligente Zellstruktur, zwischen denen die Datenpäckchen autark solange von Zelle zu Zelle hüpfen, bis sie ihr Ziel erreicht haben (»Packet Radio«).

Zu Betriebsbeginn war es nötig, eine überschaubare Anzahl von Grobmaschen auf unsere Kosten zu installieren. Priorität war zunächst, jeden neuen Kunden im ganzen Stadtgebiet unverzüglich anschließen zu können. Performance oder Effizienz waren zweitrangig - der Gesamt-Traffic war ja anfangs ohnehin gering. Inzwischen, nach gezielter Aussaat von etwa 20 Funkzellen, entwickelt und verdichtet sich unser Netz mit jedem neuen Kundenstandort von selbst.

Die bestechende Eleganz des Packet-Radio-Konzepts: der kontinuierliche Netzausbau wird von der Kundenbasis vorangetrieben. Je mehr Kunden sich vernetzen, umso engmaschiger, leistungsfähiger, flexibler, schneller und ausfallsicherer wird unsere Zellstruktur - win/win par Excellence!

Unsere Vision - oder was bei uns so total anders ist als bei der Konkurrenz
Unsere Know-How-Träger - die Köpfe die sich dies alles ausgedacht haben
Unsere Referenzkunden - allesamt Trendsetter auf ihrem Gebiet
Unsere Investoren - Mittel für einen guten Zweck
Leute mit unkonventionellen Ideen bitte antreten - vielleicht gerade Sie
Unser Service an Verwaltungsbeamte, Buchhalter und Anwälte - Impressum, USt-ID, Bank-Kontonummern, Handelsregisterauszug, Lizenzurkunde etc.
Wir sind eigentlich schon immer drin - in der Kommunikationstechnik und auch im Internet
Wir haben unser Pulver noch längst nicht verschossen
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Packet Radio - ein ebenso innovativer
wie effizienter Lösungsansatz

Für einen kostengünstigen rund-um-die-Uhr Internetzugang mit Standortvernetzung können wir oder unsere Wettbewerber selbstverständlich nicht zu allen Kunden eine eigene Standleitung legen. Abgesehen vom Aufwand wäre es für ein attraktives und konkurrenzfähiges Angebot wirtschaftlich unsinnig, diese Leitungen von unserem Hauptkonkurrenten - der Deutschen Telekom - zu mieten.

Der Schlüssel liegt in dem typischen Anwenderverhalten, wonach die gewünschte Information in wenigen Sekunden von einem irgendwo auf der Welt stehenden Server auf den eigenen Rechner geladen, dann aber dort möglicherweise mehrere Minuten dargestellt bleibt, während die Seite gelesen, geistig verarbeitet, oder ausgedruckt wird. Nur das Laden belastet die Internet-Infrastruktur, nicht das anschließende geistige Verarbeiten der bereits auf dem Bildschirm angekommenen Seite.

Dies gilt gleichermaßen für eine Community von Saugern, wie auch für eine Community von Anbietern. Und genauso gilt dies auch für eine Community aus beiden.

Während dieser langen menschlichen Verarbeitungszeit wartet eine Standleitung im Leerlauf und könnte derweil z.B. von Nachbarn mitbenutzt werden. Ist aber wie üblich jeder Teilnehmer mit einer eigenen Leitung sternförmig an die Vermittlungsstelle angebunden - ganz egal ob Kupfer-, Glasfaser-, Laser- oder Richtfunkverbindung - ist keine ökonomische Mehrfachnutzung möglich.

Die acht entscheidenden Ideen

  1. Die Vermittlungstechnik muß möglichst nahe zum Kunden, damit dahinter liegende Leitungen oder sonstige Übertragungswege von mehreren Teilnehmern gemeinsam genutzt werden können. Vorzugsweise beginnt unmittelbar beim Kunden bereits ein von mehreren Teilnehmern gemeinsam genutzter Datenbus. Solange der Netzbetreiber z.B. durch Verplombung der Box die Hoheit über den Kundenanschluß und damit auch des dahinter liegenden gemeinsam genutzten Datenbus behält, beeinträchtigt dies die Datensicherheit nicht.

  2. Wir verzichten auf Kupferleitungen zu den Kunden und ersetzen diese durch ein Medium, welches wir nicht von einem unserer Wettbewerber zukaufen müssen und welches keine laufenden Monatsgebühren verursacht - wir benutzen also Funkverbindungen.

  3. Im Gegensatz zum Wettbewerb setzen wir nicht Richtfunkstrecken zu den einzelnen Kunden (»Point-to-Point«) ein, sondern errichten eine über das Stadtgebiet verteilte intelligente Zellstruktur aus hunderten von Zellen, zwischen denen ein Datenpäckchen solange autark von Funkzelle zu Funkzelle weiterhüpft, bis es sein Ziel erreicht hat (»Packet Radio«).

  4. Mit dem Einsatz von Packet Radio haben wir die theoretisch höchstmögliche Effizienz an Mehrfachnutzung erreicht: wir haben so unseren gemeinsam genutzten Datenbus gebührenfrei in die Luft verlegt und die dahinter stehende Vermittlungstechnik komplett in die kundenseitigen Anschaltboxen.

  5. Die bestechende Eleganz des Packet-Radio-Konzepts: die kontinuierliche Verdichtung unseres Netzes wird von den Kunden getragen. Verpflichtungen zu Mietzahlungen fallen für uns nicht an, da die Kunden uns die Standorte ja kostenfrei zur Verfügung stellen. Je mehr Kunden sich vernetzen, umso engmaschiger, leistungsfähiger, flexibler, schneller, ausfallsicherer und wertvoller wird unsere Zellstruktur. Trotzdem behalten wir - wie gesetzlich vorgeschrieben - Kontrolle und Hoheit über unser Netz.

  6. Zu Beginn des Betriebes müssen wir lediglich eine überschaubare Anzahl grober Maschen auf eigene Kosten installieren. Es genügt fürs erste, jeden neuen Kunden im Stadtgebiet zumindest unverzüglich anschließen können - unabhängig von Aufwand oder Performance. Der Traffic wird anfangs gering sein - da sollten schon ein oder zwei durchgängige Linien im Netz genügen.

  7. Packet Radio ist zuverlässig und weitestgehendselbstheilend - es kennt keinen Single Point of Failure.

  8. Die zu Packet Radio passende optimale Tarifierungsmethode wäre das Erfassen der übertragenen Datenmenge - denn nur diese belastet die Infrastruktur. Zeit spielt keine Rolle, denn die Betrachtung und inhaltliche Erfassung der Seite durch den Anwender soll und kann bei Packet Radio kostenfrei sein.

Unsere Vorteile gegenüber der Richtfunk-Konkurrenz

Mit Packet Radio können wir gegenüber Wettbewerbern, die Punkt-zu-Punkt oder Punkt-zu-Multipunkt-Verfahren einsetzen, eine eindrucksvolle Reihe entscheidender Vorteile ausspielen:

  • Außer im unmittelbaren Nahbereich benötigen wir zwar ebenfalls Sichtverbindung, aber nicht bis zu einem möglicherweise viele Kilometer entfernten zentralen Sendeturm, sondern lediglich bis zum nächsten Nachbarn. Sollte der nächstliegende Nachbar abgeschattet sein, dann nehmen wir eben einen anderen. Beträgt die Entfernung nur ein paar hundert Meter, dann entfällt die Forderung nach Sichtverbindung sogar ganz.

  • Es gibt keine Zentralpunkte hoher Konzentration. Deshalb können wir tausende von Kunden anschließen, ohne dass Frequenzen knapp werden. In unserer Zellstruktur sind die verfügbaren Frequenzen sogar wiederverwendbar, und zwar bereits hinter der übernächsten Zelle.

  • Die zu überbrückenden Entfernungen betragen bei uns kaum mehr als 1-2 km In einer Stadt wie München, bei der wir innerhalb eines Straßenzugs meist eine recht einheitliche Gebäudehöhe vorfinden, besteht zwischen zwei Mastspitzen in 25-30 m Höhe über Grund zwischen beliebigen Dächern zweier Häuser in den allermeisten Fällen bereits eine ausreichende Sichtverbindung.

  • Mittlerweile sind Antennenstandplätze auf Hochhäusern knapp geworden, wofür vom Wettbewerb nicht unerhebliche monatliche Mietzahlungen einkalkuliert werden müssen. Doch für die Telekommunikationsanschlüsse seiner Mieter kann ein Hausbesitzer keine Mietaufschläge durchsetzen. Oder haben Sie schon einmal gehört, dass ein Vermieter für die Nutzung von Telefonleitungen der Telekom Zuschläge berechnet? Der Gesetzgeber jedenfalls betrachtet Teilnehmeranschlussleitungen über Kabel oder über Funk (»WLL«) als gleichberechtigt.

  • Da sich der netzinterne Verkehr zwischen zwei Teilnehmern oft nur lokal abspielt wird auch unsere Netzstruktur nur lokal belastet. Deshalb berechnen wir lediglich den Traffic ins öffentliche Internet, nicht jedoch rein interner Datenverkehr z.B. zwischen zwei Kundenstandorten. Ganz anders als bei einer VPN-Vernetzung über das Internet, bei der der Traffic zweimal gezählt und daher doppelt berechnet wird - nämlich abgehend am einen und ankommend am anderen Standort.

Last not least: der Community-Effekt

Durch die Zellstruktur entsteht eine Solidargemeinschaft von Netzbetreibern nach dem Motto: »Wir sind das Netz«. Dieser von uns gewollte und nach Kräften geförderte Community-Effekt macht es selbst aggressiven Wettbewerbern außerordentlich schwer, in diesen eingeschworenen Clan von Netzbetreibern einzudringen. Uns bereits angeschlossene Kunden wieder abzuwerben ist - unter der Voraussetzung dass unser Angebot konkurrenzfähig bleibt - nahezu unmöglich, da potenzielle Überläufer als Verräter und Netzsaboteure vor den restlichen Teilnehmern ihr Gesicht verlieren würden.

Bestellnummer: ../doc21.shtml (10,868 bytes)   Letzte Änderung am 27.12.00 um 12:03 Uhr MET
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