Anmerkung
Der folgende Text setzt auf Fakten und Informationen,
die in meiner Kurzbiographie
näher erläutert werden.
Ohne deren Kenntnis bleiben meine Ausführungen
möglicherweise mißverständlich.
Hochfrequenz - first encounter
Ab Mitte der 90er-Jahre musste jeder Geräteentwickler
im Zusammenhang mit EMV (elektromagnetische Verträglichkeit)
und CE-Zeichen plötzlich Anforderungen erfüllen,
die in der Vergangenheit ein Nullthema waren.
Denn entweder das Gerät funktionierte - oder eben nicht.
So hat man das damals gesehen.
Jetzt plötzlich mussten eindeutig messbare Grenzwerte eingehalten werden
bei Sekundäreffekten, die für den Nutzwert eines Gerätes
völlig belanglos waren und daher bisher getrost ignoriert wurden -
Störaussendung und Störimmunität.
Und diese Forderungen gingen hoch bis in den GHz-Bereich.
Eine erste Analyse meiner bestehenden Geräte ergab -
da oben bei 500 oder 1000 MHz tobt tatsächlich das Leben.
Selbst wenn die höchste Taktfrequenz eines Geräts
vielleicht nur 30 MHz beträgt,
so ist dessen Signatur im Störstrahlspektrum
auch bei vielen hundert MHz noch deutlich zu erkennen.
Nun gut, wenn also schon in die EMV beträchliche Zeit investiert wird,
dann machen wir EMV doch gleich zur Chefsache.
Das wichtigste Ergebnis aus jenen Versuchen waren
Leitungstreiber und -Empfänger für die digitale Audiotechnik,
die für absichtlich in die Leitung eingespeiste Störpulse
bis zu 1 kV (Kilovolt!) absolut immun waren,
und dies bei Pulsen im Nanosekunden-Bereich.
Immun heisst nicht etwa, dass sie dabei nicht kaputtgehen.
Immun heisst hier, dass auf dem übertragenen Audiosignal
keinerlei Knack- und sonstige Störungen nachweisbar waren.
Also eine Bitfehlerrate von NULL -
trotz der kontinuierlich einschlagenden 1kV-Pulse.
Eine solche Leitungsstrecke wurde von QUANTEC mehrere Jahre lang
bei verschiedenen Fachmessen live am Messestand vorgeführt.
Wir haben damit viel Aufsehen und Achtung in Fachkreisen gewonnen.
Es war übrigens immer wieder lustig, wie man ein paar Stände weiter
das tickende Pfeifen unserer Testpulse
aus irgend einem Lautsprecher hören konnte...
Damit war der entscheidende Durchbruch erreicht.
Die Hochfrequenzwirkungen waren ab jetzt plan- und handhabbar,
konnten also aus dem Bereich »Trial and Error«
herausgenommen werden.
Hochfrequenz war damit reif für
»do it right the first time« -
für Entwicklungen also, die direkt aus dem Kopf in die Fertigung gehen.
Die Fusion
Anfang 1999 war dann die kritische Masse erreicht. Die Zutaten:
- reichlich EMV-Erfahrung aus erster Hand
- 25 Jahre Erfahrung als Spezialist für die algorithmische Simulation
von Raumakustik
- Wolf Buchleitner und QUANTEC voll auf dem Internet Trip
- Die Webcam an der Münchner Freiheit über eine
analoge Mikrowellenverbindung angeschlossen und ins Internet eingespeist
Jetzt brauchte es nur noch der berühmten »verqueren
Erfinderlogik«, des »fremden Blick«,
und es ereignete sich folgender Geistesblitz:
- Eine Radiowelle von 1 GHz ist bei 300.000 km/sec
(Lichtgeschwindigkeit)
300.000.000 / 1.000.000.000 =>
30 cm lang
- Eine Schallwelle von 1 kHz ist bei 340 m/sec
(Schallgeschwindigkeit)
340 / 1000 =>
34 cm lang
Also - von kleinen Ungenauigkeiten mal abgesehen - ist GHz gleich kHz -
ansonsten bleibt alles wie gehabt! -
Vor allem die Größe der Objekte
wie Resonatoren, Reflektoren und Diffusoren bleibt identisch.
Man möge also lediglich die wohlbekannten akustischen Phänomene
1:1 auf die Radiowellen im GHz-Bereich zu übertragen,
was dann beispielsweise zu folgender Zuordnung führt:
| Mikrowellen | Schallwellen |
| Büro (Indoor-Anwendung) | Hallraum |
| Hinterhof | Hinterhofakustik |
| Baumblätter im Wind | Chorus |
| vorbeifahrende Autos | Flanger |
| schwankender Antennenmast | schwankender Musiker |
Mit einem Mal standen durch diese überraschende Erkenntnis
25 Jahre Erfahrung mit akustischen Phänomenen
und deren algorithmischer Simulation
für einen intuitiven Ansatz zum Verständnis des Verhaltens
von Mikrowellen in Großstädten zur Verfügung.
Fazit
Hochfrequenz ist planbar -
und so hat München jetzt eine originelle Alternative
beim Zugang zum Internet...